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Der Gartenboden: Bodenarten und was sie bedeuten

Der Gartenboden sieht zwar auf den ersten Blick nicht besonders aufregend aus, aber in ihm verbergen sich viele Geheimnisse. Die Pflanzen in unserem Garten wachsen in einem Boden, der vielen Gärtnern nicht sehr bekannt ist.

Denn viele pflanzen, was ihnen gefällt und achten nicht darauf, was der Boden über sich selbst aussagt. In den meisten Fällen geht das auch gut, aber wenn Pflanzen einfach nicht wachsen wollen, sollte man sich den Gartenboden mal genauer ansehen.

Der Gartenboden und seine Geheimnisse

Grundlegend für die perfekte Gartengestaltung ist und bleibt der Gartenboden. Denn in ihm wachsen und gedeihen die Pflanzen, die unseren Garten erst zu dem machen, was er ist. Doch was steckt drin in diesem Boden? Er ist ein eigener kleiner Mikrokosmos mit unendlich vielen Bestandteilen und Geheimissen. Unter der Erdoberfläche befinden sich vor allem kleine Tiere. Regenwürmer, Ameisen, Asseln, aber auch Mikroben und Pilze, hier und da ein Maulwurf. Im Gartenboden herrscht ein reges Treiben und alle haben ihre Aufgabe. Nimmt man nur eine Handvoll Erde aus dem Boden, befinden sich darin Millionen von Mikroorganismen, die für das gesunde Gleichgewicht im Boden verantwortlich sind. Sie stehen mit den im Boden wachsenden Pflanzen in einem regen Austausch und reichern die Erde mit unzähligen Nährstoffen an. So eine Wechselbeziehung wird auch Symbiose genannt und ohne diese Mikroorganismen ist ein Leben auf der Oberfläche des Bodens nicht möglich.

Unterschiedliche Gartenböden im Überblick

Gartenboden ist aber nicht gleich Gartenboden, denn es gibt unterschiedliche Arten von Böden, die alle für sich ganz besondere Eigenschaften haben. Ganz grob gesagt lassen sich Böden in leicht, mittelschwer und schwer unterscheiden. Leichte Böden enthalten viel Sand und sind daher eher nährstoffarm. Sie sind nicht für alle Pflanzen geeignet, weil sie oft auch sehr sauer sind und das tolerieren nur wenige Gartenbewohner. Außerdem sind sie sehr luftig, halten wenig Wasser und trocknen daher schneller aus. Mit Humus kann man nachhelfen. Kompost, Lehm oder Kalk verdichten den Boden und geben ihm dadurch mehr Struktur. Auch Mulchen ist bei sandigen Böden eine gute Möglichkeit zur Bodenverbesserung. Ein Mittelschwerer Gartenboden ist der Allrounder im Garten. Er ist dichter als ein leichter Boden und enthält deutlich mehr Lehm und Schluff. Schluss sind feine Körnchen, die den Boden dichter machen, ihm aber trotzdem eine lockere Struktur verleihen. Ein mittelschwerer Gartenboden enthält deutlich mehr Nährstoffe und ist für viele Pflanzen geeignet. Schwachzehrer fühlen sich in dieser Erde besonders wohl und brauchen keine zusätzliche Aufmerksamkeit. Werden Starkzehrer in einen mittelschweren Boden gepflanzt, brauchen sie Kompost, um ausreichend Nährstoffe zu bekommen. Schwere Böden hingegen enthalten viel Ton und speichern dadurch sehr viel Wasser. Allerdings wird dieses nur schwer wieder abgegeben und steht den Wurzeln daher nicht zur Verfügung. Hier entsteht schnell das Risiko von Staunässe, mit der die meisten Pflanzen nicht zurechtkommen. Schwere Böden lassen sich mit Sand oder Kies auflockern und sind damit bekömmlicher für Pflanzen.

Den Gartenboden erkennen

Aber welcher Gartenboden ist nun im eigenen Garten zu finden und wie kann man diesen bestimmen? Bewährt hat sich die Wurstprobe. Was erstmal lustig klingt, ist eine ganz einfache Methode herauszufinden, welcher Gartenboden im eigenen Garten vorliegt. Dafür nimmt man ein wenig Erde aus dem Boden und drückt diese in der Handfläche zusammen, sodass eine Wurst entsteht. Fällt diese direkt nach dem Öffnen der Handfläche auseinander, liegt ein leichter Boden vor, der mit Kompost, Lehm oder Kalk verdichtet werden kann und sollte. Bleibt die Wurst einige Zeit in ihrer Form und lässt sich leicht auseinanderbröseln, liegt ein mittelschwerer Boden vor, mit dem die meisten Pflanzen zurechtkommen. Hier muss nicht viel gemacht werden, es sei denn, in diesem Boden sollen Pflanzen wachsen, die besondere Ansprüche haben. Dann kann man den Boden entweder saurer oder leichter machen. Oder eben beides. Bleibt die Wurst in ihrer Form und ist matschig und feucht, ist der Boden schwer und verdichtet. Hier sollte man unbedingt auflockern und mit Sand oder Kies nachhelfen. Denn Staunässe mögen die wenigsten Pflanzen und schließlich sollen sie sich im eigenen Gartenboden ja auch wohlfühlen, oder?

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